Finanzen24. März 20267 min Lesezeit

Eingangsrechnungen verwalten: So behältst du den Überblick

Als Selbstständiger gehen nicht nur Rechnungen raus — es kommen auch welche rein. Material, Software-Abos, Versicherungen: Wer Eingangsrechnungen nicht im Griff hat, verliert bares Geld. Hier erfährst du, wie du sie effizient verwaltest.

Warum Eingangsrechnungen wichtig sind

Eingangsrechnungen sind mehr als lästiger Papierkram. Sie sind die Grundlage für deinen Vorsteuerabzug, deine Betriebsausgaben und damit direkt für deine Steuerlast. Wer Rechnungen verliert oder zu spät erfasst, zahlt im Zweifel zu viel Steuern.

Außerdem bist du gesetzlich verpflichtet, Eingangsrechnungen 10 Jahre aufzubewahren (§ 147 AO). Digital ist dabei erlaubt — aber nur, wenn die Aufbewahrung GoBD-konform erfolgt.

Häufiger Fehler

Viele Selbstständige sammeln Rechnungen in einem E-Mail-Ordner und sortieren erst kurz vor der Steuererklärung. Das kostet dann nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld — weil Belege fehlen oder Fristen verpasst wurden.

Was ist XRechnung und ZUGFeRD?

Seit 2025 musst du als Unternehmer E-Rechnungen empfangen können. Die beiden gängigen Formate sind:

FormatAufbauTypischer Einsatz
XRechnungReines XML — kein PDF sichtbarBehörden, öffentliche Auftraggeber
ZUGFeRDPDF mit eingebetteten XML-DatenB2B, Handwerk, Dienstleister

ZUGFeRD ist für die meisten Selbstständigen das praktischere Format: Du siehst ein normales PDF und kannst es trotzdem maschinell verarbeiten. Dein Rechnungsprogramm kann die Daten automatisch auslesen — kein manuelles Abtippen mehr.

Der richtige Workflow für Eingangsrechnungen

Ein guter Prozess spart dir pro Rechnung mehrere Minuten. Bei 20–50 Eingangsrechnungen im Monat summiert sich das schnell. Hier ist ein bewährter 5-Schritte-Workflow:

1

Erfassen

Rechnung hochladen oder per E-Mail empfangen. Bei ZUGFeRD/XRechnung werden die Daten automatisch ausgelesen. Bei PDF: OCR-Erkennung nutzen.

2

Prüfen

Pflichtangaben kontrollieren: Stimmen Rechnungsnummer, Datum, Beträge und USt-Sätze? Ist der Leistungszeitraum korrekt?

3

Freigeben

Rechnung einem Projekt oder einer Kostenstelle zuordnen. Bei Teams: Freigabe durch verantwortliche Person.

4

Bezahlen

Fälligkeit im Blick behalten. Skonto-Fristen nutzen, wenn möglich. Zahlungsstatus dokumentieren.

5

Exportieren

Monatlich oder quartalsweise an den Steuerberater übergeben. Am besten im DATEV-Format — das spart beiden Seiten Zeit.

DATEV-Export für den Steuerberater

Die meisten Steuerberater arbeiten mit DATEV. Wenn du deine Eingangsrechnungen im DATEV-kompatiblen Format exportieren kannst, sparst du dir und deinem Steuerberater enorm viel Zeit — und damit auch Geld.

Ein guter DATEV-Export enthält:

Buchungssätze mit Konto und Gegenkonto
Belegdatum und Rechnungsnummer
Netto- und Bruttobetrag mit USt-Satz
Zugeordnete Belegbilder (PDF)
Kostenstelle oder Projektzuordnung

Tipp

Sprich mit deinem Steuerberater über das gewünschte Export-Format. Viele Berater bieten Rabatt, wenn die Daten digital und sauber aufbereitet ankommen.

Wie MeinGewerbe hilft

Mit MeinGewerbe kannst du Eingangsrechnungen direkt in der App verwalten:

  • Upload per Drag & Drop: PDF, ZUGFeRD und XRechnung — alles wird automatisch erkannt und ausgelesen.
  • OCR-Erkennung: Auch klassische PDF-Rechnungen werden per OCR erfasst — Beträge, Datum und Rechnungsnummer werden automatisch vorgeschlagen.
  • Fälligkeiten im Blick: Dashboard zeigt offene und überfällige Rechnungen auf einen Blick.
  • DATEV-Export: Mit einem Klick alle Eingangsrechnungen im DATEV-Format exportieren.
  • Projektzuordnung: Jede Rechnung kann einem Projekt oder Kunden zugeordnet werden.

Eingangsrechnungen einfach verwalten

Nie wieder Belege suchen. Mit MeinGewerbe erfasst, prüfst und exportierst du Eingangsrechnungen in wenigen Klicks.

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